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Abnahmetests für eUmzugZH erfolgreich angelaufen

25.11.2015 - Mitteilung

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eUmzugZH Testtag

Es ist soweit. Am Montag konnte die Bevölkerung der eUmzugZH Testgemeinden zum ersten Mal elektronisch von A nach B ziehen. Alle Systeme, die kantonale Umzugsplattform ZHservices, die Einwohnerkontrolllösungen sowie die nationale Datenübermittlungsplattform «sedex», haben zusammen funktioniert. Damit ist der Grundstein für eine erfolgreiche Einführung des elektronischen Umzugsservices ab Frühjahr 2016 gelegt.

«Ich gehe noch rasch nach Richterswil rüber und schaue, ob Max Muster angekommen ist» oder «Wo ist mein Hund geblieben?» «Wahrscheinlich wohnt der noch in Pfäffikon!» So tönte es gestern durch die langen Gänge der Staatskanzlei im Kaspar Escher-Haus. Gegenüber der Tischseite von Dachsen zieht gerade eine fünfköpfige Familie in Bülach zu, während sich in einem anderen Raum Wangen-Brüttisellen über eine Flut von Neuzuzügern und leider nur virtuellen Steuerzahlern freut. Gleich auf der anderen Gangseite herrscht auch geschäftiges Treiben bei der Stadt Zürich und der Gemeinde Lufingen. Nun fragen Sie sich: Wie ist das möglich? Ganz einfach: Insgesamt 25 Personen - Vertreterinnen und Vertreter der Einwohnerkontrollen der Testgemeinden, der Anbieter der Einwohnerkontrollsoftware sowie Personen des Projektteams eUmzugZH - haben ihre Testsysteme in die Kantonale Verwaltung transportiert und zu einer Testumgebung zusammengeschlossen. Während sich die einen als umziehende Einwohner betätigen und sich elektronisch Abmelden, übernehmen die anderen die Funktion der Einwohnerkontrolle. Zwischendurch besuchen Astrid Strahm, Leiterin E-Government Schweiz a. I., Peppino Giarritta, Leiter Stabstelle E-Government des Kantons Zürich und Franz Behrens, Leiter des Personenmeldeamts der Stadt Zürich, die einzelnen Teams. Immerhin soll sich der eUmzug ja auch in der ganzen Schweiz etablieren und rangiert als priorisiertes Vorhaben auf der Projektliste von E-Government Schweiz.

Nach rund zweijähriger Vorbereitung und Entwicklung melden sich das erste Mal Testpersonen online bei ihrer Wohngemeinde ab, geben ihre neue Adresse an, die direkt im Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) überprüft wird, stellen sicher, dass mit der Krankenkassengrundversicherung alles in Ordnung ist und schliessen den Vorgang mit der Online-Bezahlung ab. Im Hintergrund empfängt die Einwohnerkontrolle der Wegzugsgemeinde die Meldung, überprüft den Geschäftsfall und löst den Wegzug aus. Sobald die Meldung bei der Zuzugsgemeinde eintrifft, werden die Zuzügerinnen und Zuzüger ins Register genommen. Sämtliche Meldungen, die zwischen den verschiedenen Systemen übermittelt werden, entsprechen eCH-Standards und werden über die nationale Datenaustauschplattform «sedex» übermittelt. Dies stellt sicher, dass auch weitere Gemeinden in anderen Kantonen den eUmzug anbieten können.

Nachdem die ersten Meldungen bei den verschiedenen Testgemeinden eingetroffen sind und erfolgreich verarbeitet werden konnten, löst sich bei der Projektleitung langsam die Anspannung. Bei guter Stimmung wird fleissig weitergetestet. Natürlich tauchen noch Fehler und Unschönheiten auf, die bis zum nächsten Testtag behoben werden müssen. Remo Buob, Präsident des Verbandes Zürcher Einwohnerkontrollen VZE und selber Testperson der Gemeinde Wettswil am Albis, spricht das Schlusswort. Nach der Schlussbesprechung kehren alle gut gelaunt aus der virtuellen Welt nach Hause zurück. Für die Projektleitung bleibt die erfreuliche Erkenntnis, dass das Ziel näher rückt und der veranschlagte Einführungstermin (ab April 2016) realistisch bleibt.

Die Projektleitung, Lukas Weibel, Gesamtprojektleiter Staatskanzlei; Hansueli Hitz, Gemeindeamt; Werner Zecchino, Emineo AG; Martin Vetesnik, Datenlogistik und Lukas Steudler, Staatskanzlei, bedankt sich herzlich für den geleisteten Einsatz.

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