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Statements

Jacqueline Fehr, Vorsteherin der Direktion der Justiz und des Innern, Auftraggeberin von DigDataZH

Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Auftraggeberin Projekt DigDataZH

1 Petabyte. Diese Zahl entspricht ungefähr der Datenmenge, die auf den Servern von Kanton, Städten und Gemeinden im Kanton Zürich heute lagert. Diese Datenmenge wird sich vervielfachen und in naher Zukunft stellt sich die Frage, wie wir die elektronischen Daten archivieren. Und jederzeit lesbar sollen sie auch noch sein. Das Projekt «DigDataZH» nimmt sich dieser Herausforderung der digitalen Archivierung bei Institutionen der öffentlichen Hand an.

Jörg Kündig, Präsident Verband der Gemeindepräsidenten des Kantons Zürich, Gemeindepräsident Gossau ZH, Co-Auftraggeber von DigDataZH

Portrait Jörg Kündig

Big Data und Digitalisierung sind allgegenwärtig. Neben dem Einsatz elektronischer Hilfsmittel geht es um die Gestaltung der Prozesse.

Die Abläufe und Verfahren sollen effizienter und kundenfreundlicher gestaltet werden. Neben der Abwicklung der Geschäfte ist es für eine gut funktionierenden Verwaltung zentral, dass auf ein gut organisiertes, benutzerfreundliches Archiv zurückgegriffen werden kann. Das jetzt lancierte Projekt elektronisch Langzeitarchivierung ist die richtige Antwort auf diese Herausforderung.

Thomas-Peter Binder, Präsident VZGV, Gemeindeschreiber Gossau ZH, Co-Auftraggeber von DigDataZH

Thomas Binder, Gemeindeschreiber Gossau ZH

Eine nachhaltige Lösung zur Archivierung der elektronischen Daten in den öffentlichen Verwaltungen von Kanton, Städten, Gemeinden, Zweckverbänden und Anstalten ist eine der vordringlichsten Aufgaben. Mit DigData haben wir ein Projekt, das die langfristige Datenverfügbarkeit sichert, Synergien effizient nutzt und gleichwohl die Autonomie der Akteurinnen und Akteure respektiert.

Kathrin Arioli, Staatsschreiberin, Mitglied Steuerungsausschuss egovpartner

Staatsschreiberin Dr. iur. Kathrin Arioli

Der Kanton Zürich arbeitet an der Strategie «Digitale Verwaltung». Am 1. Januar 2018 ist das neue Gemeindegesetz für die 166 Gemeinden im Kanton Zürich in Kraft getreten. Beide bilden die Grundlage, papiergestützte Abläufe in die digitale Welt zu transformieren. Bereits heute werden die Akten für die Regierungsratssitzungen elektronisch aufbereitet. Auch in vielen Gemeindebehörden werden Sitzungen elektronisch verarbeitet. Und zahlreiche Verwaltungen setzen elektronische Geschäftsverwaltungssysteme ein. Irgendwann kommt der Punkt, an dem die elektronischen Dokumente der Verwaltungen archiviert werden müssen. Da die elektronische Archivierung sehr aufwändig ist, ist es sinnvoll, dies gemeinsam anzugehen. Kanton und Gemeinden haben deshalb das Projekt «DigDataZH» gestartet. Damit übernehmen sie eine Pionierrolle in der Schweiz.

Beat Gnädinger, Staatsarchivar des Kantons Zürich, Leiter des Projektausschusses DigDataZH

Zurzeit nimmt die Digitalisierung bei den Zürcher Gemeinden und beim Kanton richtig Fahrt auf. Zahlreiche Projekte sind bereits im Gang, noch mehr sind in Planung. Die Archive können bei der effizienten Abwicklung dieser Vorhaben helfen mit ihrem Know-how in Sachen Records Management Systeme (RMS), Organisation der Informationsverwaltung, Bewertung von Unterlagen, Schnittstellenspezifikation und dauerhafte Aufbewahrung von Daten. Wenn dieses Wissen einfliesst ins Projekt DigDataZH, können alle Beteiligten mit einem erheblichen Nutzen rechnen.

Ralph Ruch, Staatsarchiv Abteilung Überlieferungsbildung / Bereich Gemeindearchive, Co-Projektleiter DigDataZH

Ralph Ruch, Staatsarchiv

Informationen, die aus Gründen der Rechtssicherheit oder zur Nachvollziehbarkeit des staatlichen und kommunalen Handels archivwürdig sind, müssen dauernd lesbar bleiben. Dieser gesetzliche Auftrag gilt unabhängig vom Informationsträger, also auch für elektronische Daten. Während im analogen Bereich optimale klimatische Bedingungen und archivtaugliche Verpackungen zur Erhaltung der langfristigen Lesbarkeit der Informationen beitragen, sind die Herausforderungen im elektronischen Bereich noch anspruchsvoller. Elektronische Daten müssen in Zukunft in neue archivtaugliche Formate migriert und die Serverinfrastruktur auf dem neusten Stand gehalten werden. Damit die elektronischen Daten auch genutzt und interpretiert werden können, ist zudem eine strukturierte Ablage und Verzeichnung unabdingbar. Letztendlich ist die Nutzung von Informationen Sinn und Zweck der Archivierung.

Andrea Carlo Mazzocco, Präsident IG ICT, Mitglied Projektausschuss DigDataZH

Andrea Carlo Mazzocco, Präsident IG ICT

Damit die digitale Verwaltungsführung für alle Phasen des Lebenszyklus der Dokumente greift, müssen Lösungen zur elektronische Archivierung für die Gemeinden bald bereitstehen. Die Daten müssen für die letzte Phase in archivtaugliche Formate migriert und einem vertrauenwürdigen Dienstleister übergeben werden. Dafür setzt sich das Projekt DigDataZH ein: für eine einfache Migration nach den geltende Standards aus allen betroffenen Anwendungen und für die Ablage in einer Infrastruktur, die das Vertrauen in die langfristige Lesbarkeit erfüllt - dies bei möglichst moderaten Kosten. Kurz: Eine Lösung für alle!

Lucas Nicolussi, Leiter Stadtarchiv der Stadt Uster

Lucas Nicolussi, Leiter Stadtarchiv der Stadt Uster

Die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung ist eine Herausforderung welcher sich der Kanton, die Städte und Gemeinden gemeinsam stellen sollten. Mit «DigDataZH» wird der Projektlandschaft von E-Government ein weiteres Kernelement zur digitalen Aktenführung hinzugefügt.

Die zunehmenden Datenmengen machen uns zu schaffen, eine langfristige und sichere Datenerhaltung ist selten garantiert und ohne ein digitales Langzeitarchiv ist eine medienbruchfrei elektronische Geschäftsverwaltung schlicht nicht umsetzbar. «DigDataZH» bietet uns allen die Chance diese Probleme anzugehen und eine gemeinsame Lösung zu finden.

Lukas Steudler, Geschäftsstelle egovpartner, Projektkommunikation DigDataZH

Portrait Lukas Steudler

Mit der «Digitalen Verwaltung» werden die Daten in Zukunft elektronisch zur Archivierung gelangen. Davon ist sowohl die kantonale Verwaltung, wie auch die Gemeinden, Kirchgemeinden und weitere öffentliche Institutionen betroffen. Vorausschauend hat der Steuerungsausschuss egovpartner, das Projekt ins Portfolio der Zusammenarbeitsorganisation aufgenommen. Im Projekt «DigDataZH» wird das Thema unter der Leitung vom Staatsarchiv gemeinsam angegangen.