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Ausgangslage

Ausgangslage und Vision

Pro Jahr werden im Kanton Zürich rund 15'000 Baugesuche eingereicht. Davon werden ca. 3'300 durch den Kanton beurteilt. Besonders bei Unternehmen besteht das Bedürfnis, Baugesuche einfacher und elektronisch einzureichen. Auch die Gemeinden und der Kanton haben ein grosses Interesse, den Bewilligungprozess effizient und transparent abzuwickeln.

Zwischen Gesuchsteller und öffentlicher Verwaltung soll der Informationsaustausch zu Baugesuchen elektronisch und papierarm erfolgen und somit effizienter abgewickelt werden können.

Grundsätzlich soll der Baubewilligungsprozess für die Gesuchsteller und die beauftragten Planer transparenter werden. Zudem ist die Kommunikation zwischen Gesuchsteller und Verwaltung bzw. von Gemeinde zum Kanton und umgekehrt zu optimieren. So sollen beispielsweise beim Gesuchsteller elektronisch vorhandene Unterlagen der Verwaltung elektronisch zur Verfügung gestellt werden. Ausserdem soll die Bereitstellung dieser Unterlagen für gemeindeexterne Stellen (mit Gemeindeingenieur, Nachführungsgeometer, evtl. weitere Stellen) geprüft werden. Auch die Baugesucheingabe ist zu vereinfachen, indem sowohl die Papiermenge bei der Eingabe der Gesuchsunterlagen, als auch die Anzahl der zu unterzeichnenden Unterlagen reduziert werden soll. Das Baugesuchsformular und diverse Zusatzformulare sollen zusammengefasst werden.

An den Rahmenbedingungen soll sich nichts ändern, d.h., der gemeindeinterne Bewilligungsprozess soll unverändert bzw. in der Kompetenz der Gemeinde bleiben. Die Gemeinden sollen weiterhin ihre bestehende Bausoftware nutzen können.

Komplexer Prozess mit vielen Beteiligten

Der Bewilligungsprozess ist komplex. Von der Gesuchseingabe durch den Bauherrn (Gesuchsteller) bis zum Entscheid sind viele Beteiligte involviert. Jeder Beteiligte hat eine andere Sicht auf das Baugesuch und deshalb bestehen unterschiedlichste Bedürfnisse an den Prozess.

Bild eines Baugesuchsprozesses

Die Baugesuchseingabe ist heute für den Gesuchsteller kompliziert. Für die Baugesuchseingabe gibt es neben dem Baugesuchsformular mehr als 20 Zusatzformulare, die teilweise identische Angaben enthalten. Die Prozesse von der Gemeinde zum Kanton sind nicht in jedem Fall durchgängig. Immer mehr Gemeinden arbeiten im Bewilligungsprozess elektronisch mit den Baugesuchunterlagen. Dazu fordern sie beim Gesuchsteller die Pläne elektronisch per Mail oder CD ein. Der Kanton erhält diese Dokumente nicht elektronisch und scannt die Unterlagen zu den Baugesuchen, die von den Fachstellen beurteilt werden. Zudem fehlen den kantonalen Fachstellen die Meldungen des Gesuchstellers zum Baufortschritt und die Pläne des ausgeführten Werkes.

Mit der Plattform für Baugesuche werden diese Themen aufgegriffen und die Prozesse mit einem modernen Hilfsmittel unterstützt.